Filme

Der legendäre Mick „Crocodile“ Dundee (Crocodile Dundee), ein Charakter gemimt von dem australischen Schauspieler Paul Hogan, steht für viele Kinobesucher bis heute als der Prototyp des sonnengegerbten und bärbeißigen australischen Buschbewohners, der es in dem gleichnamigen Film (dt.: Crocodile Dundee – Ein Krokodil zum Küssen) mit bloßen Händen mit Krokodilen und Riesenkängurus aufnimmt oder seine Outbackidylle gegen korrupte Wirtschaftsmagnaten und Großstädter verteidigt. Die Filmkomödie aus dem Jahre 1986 war so erfolgreich, dass zwei Fortsetzungen gedreht wurden, in denen sich der kernige Crocodile Dundee durch die Großstadtdschungel Manhattans (Crocodile Dundee II; 1988) und Los Angeles (Crocodile Dundee in Los Angeles; 2001) kämpft.

Die Komödie Babe (dt. Ein Schweinchen Namens Babe) begeisterte im Jahre 1995 Millionen von Kinobesuchern. Das kleine Ferkel Babe landet auf Irrwegen auf der Farm des Australiers Arthur Hoggett, nachdem es seine Eltern an den Schlachter verloren hat. In der Folgezeit entwickelt Babe eine Vorliebe für die Hirtenhundarbeit und gewinnt zum Ende des Films einen Schäferhundwettbewerb. Babe; ein Spaß für die ganze Familie.

Priscilla, Queen of the Desser
t (1994), eine andere erfolgreiche australische Komödie, thematisiert die Geschichte dreier Travestiekünstler aus Sydney, die sich kurzerhand in einem heruntergekommenen Reisebus auf dem Weg quer durchs Outback machen, um in Alice Springs eine Show zu spielen. Unterwegs erleben die drei Drag Queens (Transvestiten) haarsträubende Abenteuer. Sie müssen nicht nur gegen die raue Natur, sondern auch gegen die engstirnigen und konservativen Bewohner des Outbacks und sich selbst bestehen.

Neben zahlreichen Komödien oder bekannten Science Fiction Filmen wie Mad Max (Teil 1-3) mit Mel Gibson in der Hauptrolle, glänzt das australische Kino auch durch eine Reihe tiefsinniger und melodramatischer Filme. Unter anderem wurde das Leben des bekannten australischen Buschräubers und Nationalhelden Ned Kelly seit Beginn des 20 Jahrhunderts mehr als ein halbes Dutzend Mal verfilmt. 2003 glänzte der Australier Heath Ledger in der Rolle des Ned Kelly.


Im Jahre 2008 flimmerte mit Australia ein geradezu monumental anmutendes Melodram vor dem Kontext des Zweiten Weltkriegs mit Nicole Kidman und dem Australier Hugh Jackman über die Kinoleinwände. Neben der komplexen Liebesgeschichte zwischen den beiden Hauptdarstellern thematisiert Australia das harte Leben im Outback, die australische Rinderzucht und die angespannten Beziehungen zwischen den weißen Siedlern und den australischen Ureinwohnern (Aborigines).

In Gallipoli (1981) erzählt der australische Starregisseur Peter Weir die Geschichte der beiden Freunde Archy und Frank vor dem Hintergrund des Ersten Weltkriegs und der Schlacht von Gallipoli im August 1915, in der australische, neuseeländische und tonganische Truppen eine verheerende Niederlage gegen Truppen des osmanischen Reiches hinnehmen mussten. Bis heute feiert Australien den Tag der Hauptschlacht (25. April) als Nationalfeiertag (ANZAC Day).


Der Film Rabbit-Proof Fence (dt. Long Walk Home) aus dem Jahre 2002 thematisiert anhand der Geschichte der beiden Mädchen Molly und Daisy Craig eines der dunkelsten Kapitel der australischen Geschichte: die Unterbringung von Aborigineskindern und Mischlingen in Erziehungsheimen; eine unter einem dubiosen Allgemeinen Kinderfürsorgegesetz zwischen 1910 und 1976 durchaus gängige Praxis. Die Massenverschleppung von Kindern wurde unter dem Begriff Stolen Generations (Gestohlene Generationen) zum Inbegriff des Unterdrückung und Ausbeutung der australischen Ureinwohner.