Geschichte Australiens

 

 Jahr Ereignis
Ca. 60.000 v.Chr.  Die ersten Menschen aus Südostasien erreichen Australien über
Neuguinea und Indonesien. Sie breiten sich über den Kontinent aus und entwickeln unterschiedliche Sprachen und Kulturen. 
ca. 10.000 v.Chr.  Die Landbrücke zwischen dem Hauptkontinent und Tasmanien wird überflutet.  
1606  Der Spanier Luis Vaez de Torres durchsegelt die Meerenge zwischen Neuguinea und Australien (Torres Strait) und der holländische Seefahrer Willem Jansz betritt als erster Europäer den Kontinent an der Westküste von Cape York. 
1642  Abel Janszoon Tasman entdeckt auf seiner Suche nach dem legendären Südkontinent Tasmanien. Zusammen mit seinen holländischen Landsleuten van Diemen und Hartog kartografiert er einen Großteil der Küstenstreifen Australiens. 
1688  Der englische Abenteurer und Freibeuter William Dampier schreibt ausführlich über den Kontinent. 
1770  James Cooks Endeavour ankert in der Botany Bay, südlich des heutigen Sydney. Er nimmt den Ostteil des Kontinents für die britische Krone in Besitz.  
1788  Die ersten dauerhaften Siedler erreichen den Kontinent. Es handelt sich um einige hundert Strafgefangene, da die britische Krone 1786 beschloss, Botany Bay als Strafkolonie zu nutzen. 
1793  Die ersten freien Siedler erreichen Australien. 
1797  Schafe werden eingeführt. Eine Dekade später kommen die ersten Wollladungen in London an.  
1803  Matthew Flinders umrundet den Kontinent vollständig. 
1804  Hobart (auf Tasmanian) wird gegründet. 
1824  Brisbane wird gegründet. 
1829  Perth wird gegründet. 
1835  Melbourne wird gegründet. 
1836  Adelaide wird gegründet. 
1838  Größere Gruppen deutscher Migranten besiedeln South Australia und New South Wales. 
1851  Nach ersten Goldfunden setzt ein Goldrausch ein, der Menschen aus aller Welt nach Australien führt.  
1868 Der letzte Sträflingstransport erreicht Western Australia. Bis dahin wurden ca. 160.000 Menschen zwangsmigriert.
1880 Der Buschräuber und heutige Volksheld Ned Kelly wird in Melbourne erhängt.
1901  Die formal unabhängigen britischen Kolonien New South Wales, Victoria, Queensland, Western Australia, South Australia und Tasmanien schließen sich am 1. Januar zum Federal Commonwealth of Australia zusammen. Melbourne wird die Hauptstadt des Bundes.  
1907  Australian erhält den Dominionstatus. Dies bedeutet die nahezu Unabhängigkeit von der britischen Krone. 
1914  Australien nimmt am Ersten Weltkrieg Teil. Australische Truppen besetzen bereits 1914 die deutschen Pazifikkolonien.  
1915  Australische und neuseeländische Truppen kämpfen unter schweren Verlusten in der Schlacht bei Gallipoli (in der heutigen Türkei). Der 25.4. ist seitdem Nationalfeiertag (ANZAC-Day).  
1920 Die australische Fluggesellschaft Quantas wird gegründet.
1921 Der Völkerbund teilt Australien das Mandat über die ehemaligen deutschen Kolonien Nordost-Neuguinea, Bismarckarchipel, die westlichen Salomonen und Nauru zu.
1927  Die Regierung zieht aus Melbourne in die Planstadt Canberra, seit März 1913 bereits offizielle Hauptstadt, um. 
1931 Australien wird Teil des Commonwealth of Nations.
1932 In Sydney wird die Harbour Bridge eingeweiht.
1939-1945  Australien tritt als Teil der Alliierten in den Zweiten Weltkrieg ein. Australische Soldaten kämpfen im Pazifik, in Nordafrika und im Mittelmeerraum. 1942 greifen Japanische Bomber die Stadt Darwin an. 1945 tritt Japan der UNO bei.  
1945-1949  Joseph Benedict Chifley (Labour Party) wird neuer Regierungschef. Im Zuge seiner Einwanderungspolitik kommen bis 1949 eine halbe Million Einwohner überwiegend Europäischer Herkunft nach Australien. 
1951 Australien, Neuseeland und die USA schließen den ANZUS-Verteidigungspakt.
1953-1965 Die Briten führen in der Wüste Südaustraliens Atomtests durch, ohne die ansässige Aboriginesbevölkerung umzusiedeln.
1956 Australien richtet die 16. Olympischen Sommerspiele in Melbourne aus.
1960-1967  Aborigines erhalten eingeschränkte, ab 1967 alle Bürgerrechte, bzw. 1962 das allgemeine Wahlrecht. 90 Prozent der Bevölkerung des Landes stimmen 1967 für die volle Gleichberechtigung. 
1966 Der Australische Dollar wird eingeführt.
1970 Der Bundesstaat Victoria überträgt erste Landeigentumsrechte an Aborigines.
1973  Die Verstärkte Einwanderung von Asiaten beginnt. Das Opernhaus in Sydney wird eröffnet.  
1977  Das Northwestern Territory erkennt Landrechte von Aborigines an.  
1985  Der Uluru Nationalpark inkl. des Ayers Rock (Uluru) wird an die lokalen Aborigines zurückgegeben. 
1986  Großbritannien verliert im Zuge des Australian Act seine letzten innenpolitischen Vollmachten (Eingriff in innere Angelegenheiten). 
1988 Australien begeht die Zweihundertjahrfeier der europäischen Erstbesiedlung. Die Feierlichkeiten werden von landesweiten Protesten von Aboriginesgruppen begleitet.
1989 Aborigines-Klans im Northern Territory erhalten Selbstverwaltungsrechte.
1990 Die Aboriginesklane wählen erstmals Vertreter für die Aborigines and Torres Strait Islanders Kommission (Regierungsvertretung der indigenen Bevölkerung).
1992 Die landesweite Anerkennung der Landrechte von Aborigines wird durchgesetzt. Aufgrund einer wirtschaftlichen Krise wird die jährliche Einwanderungsquote um 30 Prozent (auf 80.000 Personen) beschränkt.
1993 Die schlimmste Dürre seit 200 Jahren führt zu zahlreichen Buschfeuern in der Umgebung Sydneys.
1999 In einem Volksentscheid stimmt die Mehrheit der australischen Bevölkerung für die Beibehaltung der Monarchie.
2000 Die 27. Olympischen Sommerspiele und die Paralympischen Spiele finden in Sydney statt.
2002 Die schlimmsten Buschbrände in der jüngeren Geschichte des Landes wüten in New South Wales.
2003 Australien beteiligt sich am Irakkrieg.
2007 John Howard (Liberal Party) wird nach elf Jahren im Amt abgewählt, neuer Regierungschef wird Kevin Rudd (Labour Party). In seiner Amtszeit erfolgen unter anderem die graduelle Lösung von den USA und die Unterzeichnung des Kyoto-Protokolls.
2008 Premierminister Kevin Rudd hält seine Sorry-Rede, in der er sich für die Verschleppung und Internierung einer ganzen Generation von Aborigineskinder (Stolen Generation) entschuldigt.
2009 Riesige Buschbrände verwüsten im Januar und Februar New South Wales.
2010 Julia Gillard löst Kevin Rudd als erste Premierministerin ab.
2010-2011 Starke Niederschläge führen zu verheerenden Überschwemmungen im Bundesstaat Queensland.